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Kreuzschwestern Bayern

Theodosius-Florentini-Schule

Lernbudddies und Choachees:
Beide Seiten profitieren voneinander

Am 26. September startete das Pilotprojekt "Lerncoaching". Das Angebot richtet sich zunächst an die Fünftklässler und ab November auch an die sechsten Klassen.

"Bei Lerncoaching handelt es sich keinesfalls um Nachhilfe oder Wissensvermittlung in speziellen Fächern",
betonen Elke Neumann-Heß (Deutsch, Sport und Beratungslehrerin) und Karl-Heinz Zeipelt (Fachlehrer für IT und Informatik und Leiter der Tutoren). Ziel sei, Lernende ganzheitlich zu beraten und zu unterstützen. Der Fokus liege auf der Erkenntnis, dass jeder Mensch anders lerne. Beide Lehrkräfte sind ausgebildete Lerncoaches. Sie bringen ihr Wissen und ihre Erfahrung ein und haben sieben freiwillige Lernbuddies aus der achten und neunten Jahrgangsstufe intensiv geschult und sensibilisiert. Die jungen Leute sind in der Lage, Lernprobleme ihrer jüngeren Mitschülerinnen und Mitschüler zu erkennen, zu analysieren und zu verändern. "Dass dies nicht von Lehrer zu Schüler geschieht, sondern von Schüler zu Schüler, verringert die Hemmschwelle des sich Öffnens immens", sagt Neumann-Heß. "Beide Seiten sind auf Augenhöhe und sprechen dieselbe Sprache."

Jede Schülerin und jeder Schüler darf ihren oder seinen Buddy selbst auswählen. Die Buddies geben ihren Coachees (Schülern) keine Lösungen vor. Sie leisten Hilfe zur Selbsthilfe, begleiten, beraten, motivieren und unterstützen, Blockaden bei Lern- oder Prüfungsangst zu beseitigen. Sie appellieren an die Ressourcen ihrer zu Betreuenden, ermutigen, den inneren Schweinehund zu überwinden. Sie entwickeln neue Lernstrategien und reflektieren Fortschritte. Und sie fragen: "Was klappt bei dir gerade nicht? Was genau ist dein Problem, wann tritt es auf? Woran hindert es dich? Was willst du konkret ändern?" Und schließlich: "Woran merkst du, dass du auf dem richtigen Weg bist? Hast du das Gefühl, dein selbst gestecktes Ziel erreichen zu können und zu wollen?"

Eines stellen die beiden Lehrkräfte klar: "Ein Lerncoach und Lernbuddy ist nicht der Wissende, sondern der Fragen stellende Begleiter, der rasch herauszufinden will, warum das Lernen trotz zum Teil großer Anstrengung manchmal nicht zum Erfolg führt." Neumann-Heß weiß, dass vor allem der Übergang von der Grundschule in die fünfte Klasse Realschule nicht ganz einfach ist. "Auf einmal sind da ein ganz anderer Fächerkanon und eine neue Organisation, dazu Englisch als Fremdsprache."

Beim Wunsch nach Lerncoaching können sich Schülerinnen und Schüler bei einem Lerncoach oder Lernbuddy anmelden. Dazu gibt es Formulare, die von Erziehungsberec221006 Lerncoaches khtigten unterschrieben werden müssen. Für Beratungsgespräche kann man sich an die jeweilige Klassleitung wenden. Die Erstgespräche können während der Schulzeit stattfinden, wenn keine Leistungsnachweisen für beide Schüler*innen angesetzt sind.

Um zeitnah zu sehen, ob ein hilfreicher Weg eingeschlagen wurde, werden zunächst maximal fünf Sitzungen von Coachee und Buddy zu je 30 Minuten innerhalb vier Wochen am Nachmittag vereinbart. Regelmäßige Reflexionsgespräche zwischen den beiden Lehrkräften und den Buddies führen zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung des Coachings.

Für die Aufgabe als Lernbuddy stehen den Fünft- und Sechstklässern fortan sieben Schülerinnen und Schüler aus der achten und neunten Jahrgangsstufe zur Seite. Die beiden 14-jährigen Nico und Diana freuen sich auf ihre neue Aufgabe. Sie sagen:
"Wir möchten den Jüngeren helfen, damit sie besser zurecht kommen und es leichter haben."
Zoe (14) antwortet:
"Ich möchte ihnen einfach beibringen, wie sie besser lernen können."
Lea (13) ergänzt:
"Die Kleineren zu unterstützen bedeutet auch, dass wir Älteren selbst davon profitieren."

anm real

Anmeldung (nur für Lehrkräfte)

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